So ganz gemeuchelt wurde iTunes dann doch nicht. Auch wenn die Geier schon gekreist sind über der Mediaplattform von Apple. Bei der World Wide Developer Conference hat der Tech-Konzern seine neuesten Produkte vorgestellt. Im Vorfeld wurde spekuliert, dass Apple iTunes endgültig über den Software-Jordan schickt. Es wurde schließlich eine Art Übergangslösung - die App wird erst einmal aufgespaltet in drei verschiedene: Apple Music, Apple Podcasts und Apple TV.

Das kann man wohl als eine Antwort auf die Kritik vieler User verstehen, die den Medienverwaltungsdienst schon länger als träg und unübersichtlich empfinden. Letzteres trifft freilich schon länger auf das gesamte Mac-Betriebssystem zu, das früher einmal vor allem wegen seiner Schlankheit und intuitiven Bedienbarkeit gegenüber dem überfrachteten Windows gepunktet hat. Sicher hatte iTunes über die Jahre einiges an Schwächen angesammelt. Eine davon war, dass es als Abspiel-App für eigene Musik nur mit guten Nerven nutzbar war - weil nicht durchschaubar war, warum manche Alben plötzlich nicht mehr mobil vorhanden waren. Wodurch man am Ende erst wieder bei Spotify oder illegalen Streamingdiensten landete, bei denen die Musik - die man eigentlich legal erstanden hatte - wenigstens verfügbar war. Das ließ vergessen, dass iTunes einmal dafür gesorgt hat, dass der illegale Download von Musik in reguliertere Bahnen gelenkt wurde. Allein dafür hätte sich die App einen würdigen Abschied verdient.