Jetzt steht es schwarz auf weiß fest: Der Mann ist ermordet worden. Und was tut die Polizei?

Nichts.

Und die Justiz?

Noch weniger als nichts.

Und dass mir jetzt niemand mit dem Argument kommt, das sei halt so in Rumänien. Erstens ist das Blödsinn, und zweitens: Selbst wenn - dann muss man halt international tätig werden. Wozu haben wir denn die EU?

Es kann doch nicht angehen, dass da einer den anderen erschlägt, und keiner schert sich um den Mörder. Aber das ist typisch für unsere Zeit: Schutz gibt es nur für die Täter.

Dabei liegt der Fall sonnenklar, das haben Elena Kranioti und ihr Team mittels Computertomografie herausgefunden: Es handelt sich unwiderlegbar um ein "Opfer von Gewalt, die ihm absichtlich durch einen anderen Menschen zugefügt wurde", so Kraniotis Team. Und: "Wir gehen hier von einem persönlichen Konflikt aus." Darauf deutet das Ausmaß der Verletzung hin, nämlich zwei brutale Schläge auf den Kopf.

Und es gibt ganz klare Hinweise auf den Täter: Er ist seinem Opfer frontal gegenübergestanden - und jetzt kommt’s: Er war ohne jeden Zweifel Linkshänder.

Jetzt einmal ganz ehrlich: Wie vieler Hinweise bedarf es noch, um den Mörder zu schnappen? Welche Ausreden kommen jetzt wohl für die Untätigkeit der Behörden?

Ja, klar, logisch, dass das angeführt wird: Der Fall in der Cioclovina-Höhle liegt 33.000 Jahre zurück.

Na und? Seit wann verjährt Mord?