Didi Mateschitz sollte vorsichtig sein. Der Mann, Chef von Red Bull und damit nicht nur Herrscher über ein Brause-, sondern auch ein Sportimperium, gestand nämlich in einem Interview mit den Bundesländerzeitungen ein, eine Wette mit Bayern-Boss Uli Hoeneß laufen zu haben, und so etwas ist im Fußball eigentlich eher verpönt bis verboten. Frag nach bei Mario Balotelli, der am Wochenende einen Freund mit 2000 Euro zu einem Sprung mit dem Moped ins Hafenbecken verleitet hat - und deshalb nun Ermittlungen wegen illegalen Wettens, Anstiftung zu einer Straftat und Verletzung der Umweltschutzauflagen am Hals hat.

Mateschitz ließ sich von derlei nicht beirren und tippte im Gespräch mit Hoeneß darauf, dass RB Leipzig die Münchner Dauergewinner binnen drei Jahren als Meister entthronen würde. Der Wetteinsatz ist freilich mit einem Bier vergleichsweise niedrig. Und auch sonst hat der 75-Jährige auch im Sport schon bewiesen, dass er es versteht, seine Ziele zu erreichen. Ob im Extremsport, in der Formel 1 oder im Fußball - bisher waren die Engagements des Steirers meist von Erfolg gekrönt. Nicht nur mit den Ambitionen, Leipzig vom aktuell dritten Platz ganz an die Spitze zu führen, steht er nun vor der ultimativen Herausforderung, auch in Salzburg wird Erfolg eingefordert.

Da trifft es sich eher schlecht, dass der heimische Meister in seiner Premierensaison in der Champions League (seit der Red-Bull-Übernahme) einen Aderlass ungeahnten Ausmaßes verkraften muss. Das Ziel Achtelfinale will Mateschitz daher nicht ausgeben, der dritte Platz und damit verbunden der Umstieg in die Europa League "wäre schon perfekt", sagt er. Als Motivationsspritze könnte vielleicht die nächste Wette her, es muss ja kein Bier als Einsatz sein. Aber eine Kiste Red Bull könnte ihm das schon wert sein.

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