Simon Rosner - © Thomas Seifert
Simon Rosner - © Thomas Seifert

Offenbar denkt die Austria daran, Peter Stöger zurückzuholen und ihn zum Sportchef zu machen. Es wäre seine vierte Rückkehr, denn bereits als Spieler kehrte er im Karriereherbst zurück, dann als Trainer und Sportdirektor unter Frank Stronach und schließlich 2012 erneut als Trainer. Immerhin damals mit großem Erfolg. Davor eher nicht so.

Die Sehnsucht spielt im Fußball oft eine sehr bedeutende Rolle, wenn es um die Besetzung der Leitungsposten geht. Zum einen hat das natürlich Marketing-Gründe, denn Tradition und Nostalgie sind im Fußball nach wie vor kommerzielle Renner. Doch es ist mehr. Gerade in Zeiten, in denen es Vereinen nicht so rosig geht, erinnern sich Klubverantwortliche gerne erfolgreicher Zeiten und holen sich mitunter auch personell das Damals in die Gegenwart zurück.

In Österreich scheint dies etwas häufiger der Fall, aber vielleicht sind hierzulande einfach die Klubs öfter in Krisen. Doch auch international gibt es das Zurück-in-die-Zukunft-Phänomen. Chelsea holte José Mourinho zurück, Schalke Huub Stevens und Bayern München Jupp Heynckes gleich mehrere Male. Dass sich der Erfolg dann oft nicht so replizieren lässt, liegt in der Natur des Fußballs, der sich eben weiterdreht. Aber das wissen die Fans eh, darum ist die Enttäuschung meist kleiner als zuvor die freudige Sehnsucht.