Tamara Arthofer ist Leiterin des Sport-Ressorts der "Wiener Zeitung".
Tamara Arthofer ist Leiterin des Sport-Ressorts der "Wiener Zeitung".

Für die Austria ist nun guter Rat teuer - im wahrsten Sinne des Wortes. Das vorzeitige Ausscheiden aus dem Europacup bringt die Wiener nicht nur in ihrer Hoffnung, mit dem 5:1 am vergangenen Wochenende gegen Mattersburg einen Schritt vorwärts gemacht zu haben, wieder zurück, sondern auch um Einnahmen, die man gut hätte gebrauchen können. Zwar hatte man im Budget nur mit dem Play-off kalkuliert, insgeheim aber wohl auf die Gruppenphase gehofft, in der 2,92 Millionen Euro Startgeld plus Prämien und sonstige Erlöse gewartet hätten.

Nun, da man auch das Play-off mit einem 1:2 aus dem Hinspiel und einem 1:3 aus dem Rückspiel gegen Apollon Limassol in der Europa-League-Qualifikation recht deutlich verpasst hat, könnte man das Geld durch Spielerverkäufe - die Zukunft von Tarkan Serbest ist offen - wieder hereinbekommen. Der Kreislauf der Unzufriedenheit unter den Fans würde sich damit zwar vermutlich weiter fortsetzen. Doch einem jedem recht getan, ist sowieso eine Kunst, die niemand kann. Und nach dem Au-xit ist ein strenger Blick auf die Finanzen ohnehin alternativlos - der Weg, anstatt in teure Importspieler in die eigene Infrastruktur (wie dies in den vergangenen Jahren schon passiert ist) und den Nachwuchs zu investieren, ist es bis zu einem gewissen Grad sowieso.

Freilich brauchen auch die Nachwuchskicker Vorbilder, die sich nicht dem inneren Schweinehund ergeben, wie dies Trainer Christian Ilzer nach der Niederlage in Nikosia für seine Mannschaft feststellen musste. Der Preis dafür muss nicht einmal hoch sein.