Roger Federer wird es also nicht sein, der sich am Sonntag bei den US Open den Siegerscheck in der Höhe von 3,85 Millionen Dollar abholen wird. Nach seiner 6:4, 4:6, 6:3, 4:6, 2:6-Niederlage gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow war für den Schweizer im Viertelfinale - für das es auch noch 500.000 Dollar gibt - Schluss.

Abgesehen davon trat er zuletzt ohnehin als Mitglied im ATP Players Council für eine andere Verteilung der Preisgelder auf. Spieler auf der Challenger Tour oder solche, die sich in den Hauptbewerb kämpfen und dann in der ersten oder zweiten Runde ausscheiden, sollten demnach auch ein größeres Stück vom an der Spitze immer fetteren Preisgeldkuchen bekommen, meinte er. Sie würden genauso hart arbeiten und genauso viel Zeit opfern und sollten auch die Chance haben, vom Tennis zu (über)leben.

Die Forderung ist nicht neu, die Tatsache, dass sie nun ein Topstar erneut erhebt, dennoch wichtig. Hinzu kommt, dass Federer neben seinem Talent und Arbeitsethos auch das Glück hatte, in seiner Karriere lange von Verletzungen verschont geblieben zu sein - und später dann auch die Chance, sich immer wieder Verschnaufpausen zu gönnen. Nur so ist zu erklären, dass er auch im Alter von 38 Jahren noch auf Spitzenniveau spielt. Andere bekommen diese Möglichkeit im Hamsterrad der unterklassigen Turniere gar nicht erst. Umso wichtiger wäre es, dass ihre Existenz gesichert ist. Denn Federer, Novak Djokovic und Rafael Nadal, die alle mittlerweile Verschleißerscheinungen spüren, werden nicht mehr ewig für die großen Ausnahmen von der Regel sorgen können.