Rapid-Tormann Richard Strebinger brachte es auf den (letztlich gewonnenen) Punkt: "Im Nachhinein können wir froh sein, dass ,Schwabi‘ noch das 3:3 macht. Ich bin aber nicht zufrieden, denn ich denke, dass wir zu Hause gegen Hartberg gewinnen müssen."

Tatsächlich war das Bundesliga-Spiel gegen die Steirer "ein Wechselbad der Gefühle", wie auch Trainer Dietmar Kühbauer sagte. In der ersten halben Stunde drückte Rapid an, hätte deutlich höher führen können als 1:0, danach fielen die Gastgeber aber zurück, gerieten gegen Ende - nach einem für sie nicht gegebenen Elfer - mit 2:3 in Rückstand, ehe Stefan Schwab mit seinem Tor in der 96. Minute noch den Punkt rettete. Gut ist’s ’gangen, nix ist g’scheh’n, könnte man sagen - und auf den Lokalrivalen Austria verweisen, der es mit einem 1:4 in Salzburg (erwartungsgemäß) nicht aus der Krise geschafft hat.

Dabei tut Rapid gut daran, auch vor der Türe des Allianz-Stadions zu kehren. Zwar haben die Umstände - die Strapazen aus dem Cup-Kampf gegen Salzburg in der Vorwoche, der nicht gegebene Elfer sowie die Personalsituation - ein besseres Abschneiden nicht unbedingt begünstigt. Einige Probleme sind aber hausgemacht. Auch in diesem Spiel fielen die Tore vorne zu lange nicht und hinten zu einfach. Die lange Liste an Verletzten ist nur bis zu einem gewissen Grad Pech - die Tatsache, dass man sich bei einem Kader mit dem zweithöchsten Marktwert der Liga schwertut, sie zu ersetzen, auch eine Sache der Planung. Dass die bei der Austria offenbar auch nicht besser funktionierte, darf keine Ausrede sein. Schließlich muss man sich nach vorne orientieren, wo derzeit nicht nur die Salzburger, sondern auch der Lask und das vermeintlich kleine Wolfsburg sind. Schadenfreude ist halt doch nicht immer die schönste Freude.