Wer aufmerksam durch die Gefilde des weltweiten Netzes streift, dem sind sie nicht neu: die mannigfachen Vorschläge, was man so alles verbieten sollte. Zuletzt geisterte ein Interview mit einer Dame durch die Kanäle, die der Meinung war: Klatschen sollte verboten werden. Nicht, weil das immer so ein Schreck ist, wenn man davon aufgeweckt wird, weil das Theaterstück doch nicht so packend war. Sondern, weil es inklusiver ist für Gehörlose, wenn alle auf das internationale Beifallsymbol, winkende Hände mit gestreckten Fingern, umsteigen.

So schnell geht es dann aber doch wieder nicht, die Wiener Linien haben ja auch das breitbeinige Sitzen erst einmal nicht verboten (in anderen Städten gibt es dafür tatsächlich Geldstrafen). Leider wird es daher auch nicht so schnell Verbote für andere Spezialitäten geben, die viel wichtiger wären, weil sie das U-Bahnfahren in Wien zur Herausforderung für Blutdruck und geistige Gesundheit machen. Lautes Telefonieren über Situationen, in denen man dann doch nicht erbrochen hat, zum Beispiel. Oder überhaupt laute schrille Stimmen: Betretungsverbot. Nicht mehr in die U-Bahn dürfen weiters Menschen, die zu stur sind, ins Wageninnere weiterzugehen, und den Eingangsbereich blockieren. Also weitgehend alle Wiener. Dann werden es auch automatisch weniger Menschen, die in Zeitlupe in die Bahn einsteigen, WEIL SIE GANZ DRINGEND IN IHR HANDY STARREN MÜSSEN. Ergo: Smartphoneverbot. Mal schauen, ob der Applaus dafür geklatscht oder gewunken kommt.