Wen auch immer es angeht auf Facebook: So nicht, bitteschön! Diese Inflation von Hundsviechern, die in Taschen oder auf dem Arm getragen werden, ist für unsereinen absolut unzumutbar. In der Wirtschaft nennt man dergleichen eine "feindliche Übernahme". Und alles nur wegen eines neuen Hundegesetzes in Niederösterreich.

Als ob es schlecht wäre, dass Hundsviecher in Gaststätten Leine und Beißkorb brauchen! Da können sie wenigstens dem Herrn Bürgermeister nicht mehr die Stelze vom Tisch stehlen, und es bleibt mehr für uns, falls wir uns noch auf eine Stelze einlassen, von der schon der Herr Bürgermeister gegessen hat, heißt’s, aber das kommt darauf an, wer der Herr Bürgermeister ist.

Na schön, zugegeben, der Text im Gesetz ist ein bisserl unglücklich formuliert: Die Beißkorb-plus-Leine-Pflicht "gilt nicht für das Führen von Hunden, die ständig am Arm oder in einem Behältnis getragen werden". Wer transportiert denn schon seinen Rottweiler in einer Tupperware-Dose oder schleppt seinen Bernhardiner auf dem Arm? Und dass Assistenzhunde ihr Maul benutzen müssen, weil sie sonst ihren Job nicht machen können - geschenkt.

Natürlich fangen jetzt subversive hundsverliebte Spaßvögel an, massenhaft Fotos zu posten mit Riesenhundsviechern auf dem Arm oder in Reisetaschen.

Und genau das bereitet mir Sorge. Denn das Facebook-Lieblingstier muss, bitteschön, unsereiner bleiben.

Mit unfreundlichem Miau nicht der Ihre, Felis Catus