Dass man so etwas erleben darf! Schließlich hat unsereiner seine Träume: den bedeutendsten Roman der Gegenwart schreiben, mit einem Segelschiff über den Atlantik skippern, genug Russisch lernen, um Tschechow im Original lesen zu können, den Pinguinen auf dem Südpol den Flügel schütteln, herausfinden, ob Shakespeare selbst seine Stücke geschrieben hat, mit Kapitän Nemo auf Tauchfahrt gehen.

Der größte Wunsch von allen, und ausgerechnet der hat sich erfüllt, der größte Wunsch also war, dass Herzogin Meghan zur einflussreichsten Mode-Ikone der Welt gewählt wird.

Obwohl ich eigentlich eine andere Nachricht unterbringen wollte.

Egal, nicht so wichtig. Meghan ist jetzt also Stilikone Nummer eins. Laut der Internet-Modesuchmaschine Lyst nämlich drehen sich die meisten Anfragen um die Kleidungsstücke, die Prinzessin Meghan getragen hat. Simpel: Wer am öftesten nachgeahmt wird, ist am einflussreichsten.

Aber eigentlich wollte ich eine andere Nachricht unterbringen. Gleichgültig. Wichtig ist allein das Wichtige.

Jedenfalls ist an der Milchmädchenmoderechnung schon was dran. Wenngleich vielleicht nicht jede schwangere Frau für ein Umstandskleid 11.600 Euro hinblättern kann oder 7802 Euro für 20 Paar Schuhe, weil man sich sonst auf dem Australien-Trip schier bloßfüßig vorkommt.

Ach ja, die andere, die nebensächliche Nachricht: Die Nummer des Caritas-Kältetelefons zwecks Winterhilfe für Obdachlose ist
01 480 45 53.