Es kann nicht jeder seine Hunde so pointiert taufen wie eine Königin. Queen Elizabeth II. nannte ihre Corgis einmal Whisky und Sherry. Entgegen den Nachmittagsjausengewohnheiten der Königin-Mutter gab es keinen Corgi namens Gin Tonic. Es gab aber einen namens Cider, der war wahrscheinlich ein bisschen nüchterner als die anderen.

In den USA lassen sich Hundebesitzer wiederum gerne von der Popkultur inspirieren. Trotz des Endes der Serie bedienten sich 24 Prozent mehr als im Vorjahr bei "Game of Thrones" und nannten ihr Haustier Sansa. Noch mehr Einfluss hatte freilich die Comicwelt: 44 Prozent mehr Zuspruch erhielt "Spider-Man" als etwas seltsamer Hundename - immerhin vereint er zwei Lebewesen, die der Hund bei aller Fantasie definitiv nicht ist, nämlich eine Spinne und ein Mensch. Aber auch "Thor", der Donnergott, erfreute sich gesteigerter Beliebtheit. Originell wäre das nur bei einem Dackel oder einem Mops, aber wahrscheinlich traf es doch nur Dobermänner und Schäfer.

In Österreich sind die beliebtesten Hundenamen übrigens sehr ähnlich wie in den USA. Bella, Charlie, Buddy und Co. sind sehr international angelegt. Genauso wie Balu. Warum man aber einem Hund den Namen eines Bären geben muss, ist eines der größten Rätsel der Menschheitsgeschichte. Meistens ist so ein Balu dann auch noch ein kläffender Chihuahua, was das Sakrileg perfekt macht: Es gibt kein anderes Tier der Welt, das weniger verinnerlicht hat: "Probier’s mal mit Gemütlichkeit."