Gute Nachrichten gab es vor kurzem vom österreichischen Buchmarkt. Der konnte nämlich für das Jahr 2019 ein Umsatzplus von 1,6 Prozent vermelden. Im Segment Kinder- und Jugendbuch gab es gar ein Plus von 6,5 Prozent. Das ist erfreulich und zeigt, dass es keineswegs so ist, dass junge Menschen nur mehr in ihr Handy glotzen und Bücher nur vom Hörensagen kennen.

Die gesellschaftliche Macht des Buchs will man nun auch in Mexiko zur Förderung von jungen Menschen einsetzen. In einem der gefährlichsten Viertel von Mexiko-Stadt ist ein Flugzeug "gelandet". Die Boeing 737 wird aber nie mehr abheben, also zumindest nicht im buchstäblichen Sinn. Im metaphorischen Sinn schaut es ganz anders aus: Der Flieger heißt jetzt "Zur Utopie fliegen" und wurde zu einer Bibliothek umgebaut. Dort gibt es auch Stewards, die bringen aber keinen Tomatensaft, denn das sind Kulturbeamte, die sich um die lesebegierige Kundschaft kümmern. 240 Bücher stehen erst mal bereit, aber auch 2400 E-Books und Hörbücher, sowie 26 Computer.

Nicht nur optisch ist das mit bunten Blumen und Schmetterlingen bemalte Flugzeug eine Verbesserung für die Gegend. Vorher war die Gegend dunkel, schmutzig und ein Treffpunkt der Drogenszene. Der Bezirk Iztalapa hat eine hohe Rate an Gewaltverbrechen. Zumindest an dieser Ecke will man dem nun entgegenwirken. Mit einer der effektivsten Waffen: Bildung. Und einer Prise Flucht aus der tristen Realität. Eine gute Idee.