Das hätten zwei südkoreanische Fußballfans auch billiger haben können: Weil sie Cristiano Ronaldo im Sommer nicht spielen gesehen haben, bekamen sie nun von einem Gericht in Incheon umgerechnet jeweils knapp 285 Euro zugesprochen - nicht ohne davor ein bisschen mehr als diese Summe für eine Karte beim Spiel Juventus’ gegen eine Auswahl der Landesliga ausgegeben zu haben. Das Gericht verurteilte die Marketing-Agentur, die für das Match geworben und dabei angeblich einen Einsatz des Superstars sowie ein Fantreffen versprochen haben soll, zu einer Entschädigung.

Was solche Zusagen wert sind, sollte eigentlich jeder Fußballfan mittlerweile wissen. Die sommerlichen Testspiele dienen den Vereinen zu vielem - vorwiegend zum Geldverdienen -, aber eher nicht zu einem ernsthaften Test der Fähigkeiten ihrer Topstars. Die dürfen vorher schön als Werbevehikel den Kartenverkauf anziehen, sich dann aber oftmals schonen. Und sofern ein Star tatsächlich oder angeblich verletzt ist, sind jegliche - vielleicht - im Vorfeld getätigten Einsatz-Zusicherungen null und nichtig.

Insofern geschieht es der Agentur nur recht, damit nicht davongekommen zu sein. Dafür, dass diese Praxis der Fantäuschung abgeschafft wird, ist die Gesamtstrafe aber wohl nicht abschreckend genug. Und spielen gesehen haben die Fans CR7 immer noch nicht.