Gut, mit dem Coronavirus konnte man nicht rechnen. Dennoch sollten die Macher der Formel 1 aus den nunmehrigen Diskussionen über Verschiebung oder Absage des Grand Prix von China etwas lernen: Dass "immer mehr" nicht immer einen Mehrwert hat, nämlich. Eben erst war man noch stolz darauf, den Kalender auf 22 Rennen aufgeblasen und die Saison von 15. März bis 29. November gestreckt zu haben, nun könnte das Programm zwangsweise wieder schrumpfen.

Am Mittwoch kommunizierte man vorerst eine Verschiebung des Grand Prix’ von China, der ursprünglich am 19. April hätte stattfinden sollen, auf einen noch nicht bekannten Zeitpunkt. Allerdings blieb die FIA vage, man werde die Lage weiter beobachten, heißt es. Auch bezüglich des Rennens in Vietnam gibt es noch keine Entscheidung. Ersatztermine zu finden, wird aufgrund des Programms schwierig, ganz zu schweigen von Ersatzorten, die kurzfristig einspringen könnten. Dabei war man in der Formel 1 zuletzt der Meinung, auch 22 Rennen wären nicht genug - und hat Pläne für eine weitere Aufstockung vorangetrieben - gegen den Willen der Fahrer. Gehört wurden sie nicht. Das Wenigste, was man jetzt tun kann, ist, schnellstmöglich für Klarheit zu sorgen. Und vielleicht stellt man dann fest, dass auch 20 oder 21 Rennen genug sind.