Rechtzeitig zum Valentinstag durfte sich RB Leipzig dann doch wieder guter Nachrichten erfreuen: Laut einer am Freitag veröffentlichten Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov sind die Sachsen nämlich in der Beliebtheitsskala des deutschen Fußballs doch nicht so weit unten angesiedelt, wie das angesichts der Anfeindungen anderer Fangruppen, mancher Traditionalisten und Rivalen bisweilen den Anschein hat.

Nun stimmt es zwar, dass es die geflügelte Phrase gibt, wonach man Studien nicht trauen sollte, die man nicht selbst in Auftrag gegeben hat, doch auch die Zuschauerzahlen sprechen mittlerweile für eine ganz ordentliche Fanbasis. Die Umfrage indessen bescheinigt Leipzig gar, die drittgrößte Fangemeinde in Deutschland zu haben, nur Bayern München und Borussia Dortmund zählen demnach mehr Anhänger. Dass diese Zahlen nicht deckungsgleich mit jenen sind, die Leipzig mit dem Attribut "sympathisch" in Verbindung bringen - hier wird man von Mönchengladbach auf Rang vier verdrängt -, ist zwar interessant, aber ein Detail am Rande.

Jedenfalls dürfte die jüngste Schwächephase der Leipziger ihnen in Sachen Beliebtheit ebenso wenig geschadet haben wie die öffentliche, branchenüblich über Social Media verbreitete Kritik der Ehefrau Emil Forsbergs ob dessen Reservistenrolle. Dass die Spitzenwerte ihnen aber auch einen Schub für den Kampf um die Meisterschaft bescheren, ist aber nicht gesagt. Vor dem Samstagsspiel gegen Bremen (15.30 Uhr) liegen sie einen Punkt hinter Bayern. Und letztlich gibt es für Klubs kaum etwas, das so verlässlich für Zuschauergunst zählt wie Erfolg. Und das klingt dann schon wieder weniger nach valentinstagsmäßiger Romantik.