Gut, dass das jetzt auch geklärt ist. Also zumindest in Neuseeland. Dort hat die Premierministerin Jacinda Ardern eine ganz bestimmte Person als systemrelevant hervorgehoben. Obwohl, ob man da von einer Person sprechen kann, ist wieder eine nachgerade philosophische Frage. Vielleicht kann man da Unterscheidungen machen, ob er auf vier oder auf zwei Beinen einherhoppelt? Es geht jedenfalls um den Osterhasen. Den hat Ardern trotz Coronakrise von den mittlerweile fast überall geltenden Ausgangsbeschränkungen ausgenommen. Der Osterhase biete wie die Zahnfee eine wesentliche Dienstleistung, stellte Ardern bei einer Pressekonferenz am Montag klar. Gleichzeitig warb sie aber für Verständnis bei den Kindern, dass der Osterhase möglicherweise nicht zu jedem kommen kann, weil er dieses Jahr wohl mit seinen eigenen Hasen daheim besonders beschäftigt ist. Klar, die Häschenschule ist natürlich auch zugesperrt, jetzt muss die Bedienung der Eierfärbmaschine im Homeschooling gelernt
werden.

Das ist ziemlich süß von Jacinda Ardern und bringt eine willkommene Leichtigkeit in diese von schlechten Nachrichten dominierte Zeit. Dass die Osternester weniger gefüllt sein werden, könnte schon sein. Ein Geschenk liegt aber jedenfalls drin, wenn auch wohl eher Erwachsene es schätzen werden: Die Erkenntnis, wie wertvoll jene sind, mit denen man sonst dieses Fest feiern könnte - und die man für so selbstverständlich nimmt. Nicht nur den Osterhasen.