Die gute Nachricht zuerst: Einer der weltbesten Fußballer, Lionel Messi, wird beim Wiederbeginn der spanischen Primera División nach der Corona-Pause und seiner Muskelverletzung wieder fit sein. Die schlechte: Niemand weiß, wie lange das so bleibt. Denn - wenngleich noch nicht durch empirische Daten untermauert - es scheint sich die Anzahl der Verletzungen zu häufen. Die monatelange Pause sowie das rasche Wiederhochfahren des Spielbetriebes und die englischen Wochen würden ihren Tribut zollen, hatten Sportmediziner schon davor befürchtet. Doch die mahnenden Worte wollte angesichts der winkenden Einnahmen aus den TV-Rechten kaum jemand hören.

In Österreich hat es im ersten Spiel Rapids gleich drei nicht unwesentliche Akteure erwischt, in Deutschland ist die Saison beispielsweise für den österreichischen Schalke-Legionär Guido Burgstaller schon beendet, bevor sie überhaupt noch so richtig neu begonnen hat. Für manche Vereine, die einen breiteren Kader haben oder Nachwuchsspieler schon davor herangeführt haben - bei Rapid haben diese sich beim jüngsten 4:0-Sieg über Sturm Graz in guter Verfassung präsentiert - wird dies weniger stark ins Gewicht fallen - oder gar Optionen für die Zukunft bieten. Andere hingegen werden froh sein, wenn sie bald noch elf Spieler aufs Feld bringen, zumal ein positiver Test das Mannschaftsgefüge erschüttern kann, auch wenn im Präventionskonzept der Bundesliga keine automatische Quarantäne mehr vorgesehen ist, wie es das Gesundheitsministerium ursprünglich angedacht hatte.

Freilich hatte sowohl das Aussetzen des Betriebes als auch dessen Wiederhochfahren einen Sinn. Doch all das sollte nicht dazu führen, dass am Ende der Gewinner ist, der noch die meisten Last Men Standing in seinen Reihen hat.


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Präventionskonzept der Bundesliga
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