Da ist sie, die lang ersehnte Planungssicherheit für Veranstalter. Am Mittwoch hat die Regierung weitere Lockerungsschritte bekanntgegeben. So werden ab
1. September Veranstaltungen mit bis zu 10.000 Personen im Freien und mit bis zu 5000 Personen in Gebäuden wieder erlaubt. Große Konzerte können somit wieder stattfinden, allerdings müssen die Besucher zugewiesene Sitzplätze haben. Das ist etwa in der Wiener Stadthalle kein Problem, bei Outdoor-Konzerten ist es unüblich, aber nicht unmöglich.

Außerdem soll es eine Dokumentation der Besucher geben, um bei einem Infektionsfall schnell informieren und Kontaktpersonen eruieren zu können. Der Haken daran ist der Datenschutz: Die Liste mit den Kontakten ist auf freiwilliger Basis. Wenn also ausgerechnet die infizierte Person keinen Bock hatte, ihren Namen anzugeben, dann hat man halt Pech gehabt. Zumal ja auch die Corona-App, die sich in diesem Fall auch gut eignen würde, von einem flächendeckenden Einsatz weit entfernt ist.

Tatsächlich ist es bei vielen internationalen Popkonzerten mittlerweile Usus, dass man personalisierte Tickets ersteht - dank dem Kampf gegen den Schwarzhandel. Nur - internationale Konzerte werden wohl noch länger nicht stattfinden. Ob diese recht weit vorausblickende Lockerungsmaßnahme wirklich "Planungssicherheit" bringt, könnte sich bald zeigen. Virologen rechnen mittlerweile mit einem starken Anstieg Mitte Juli. Vom Umgang damit wird noch viel abhängen.