Vier Millionen Euro extra gibt es am Samstagabend für den Gewinner der Champions League. Eine Summe, die weder Bundesliga-Krösus FC Bayern noch das mit katarischen Petro-Euros gefütterte Paris St.-Germain in Zeiten wie diesen mit höchst fragilen Einnahmequellen verachten können - wiewohl der höchste Titel im Klubfußball einen gar nicht zu bemessenden ideellen Wert hat. Aber gerade, was die Münchner betrifft, sind solche Millionen höchst willkommen, zumal der teure Kader gehalten werden muss, will man auch künftig im Konzert der Großen eine Rolle spielen. Man erinnere sich, dass vor gar nicht allzu langer Zeit von den Bayern-Bossen noch beklagt wurde, man werde angesichts der beinahe obszön-üppigen TV-Verträge mit den britischen und spanischen Klubs nicht mehr mithalten können, zumal die Ablösesummen ebenso immer obszön-üppiger würden. Davon spricht im Fußball-Corona-Zeitalter nun freilich niemand mehr.

Es geht aktuell vorwiegend darum, den Status quo - also das goldene Zeitalter - irgendwie rüberzuretten. Womit wir bei David Alaba wären. Der 28-jährige Wiener verdankt den Bayern praktisch seine ganze Karriere, nun wird um die Verlängerung seines 2021 auslaufenden Vertrags (hoch) gepokert. Kolportierte 20 Millionen Euro Jahressalär - also fünf Mal die Königsklassen-Titelprämie - klingen nicht unplausibel, zumal auch andere Bayern-Stars das verdien(t)en. Das soll den Münchnern viel zu hoch gewesen sein, weshalb Alaba mit Abgang gedroht habe. Am ehesten käme dafür Real Madrid in Frage, denn Barcelona steht vor einem großen Umbruch (ohne Lionel Messi?) und Pep Guardiolas Zeit bei ManCity geht zu Ende. Aber höchstwahrscheinlich bleibt Alaba an der Isar: Denn bei Bayerns jungem Team sieht die Zukunft rosig aus - warum also sollte er (es) sich verschlechtern?