Die Polizei in den USA ist nicht erst seit gestern von allen Seiten in der Kritik. Todesopfer bei Festnahmen, struktureller Rassismus, verheerende Ausbildung, das alles war in den vergangenen Wochen Thema. Nun hat der "Männersender" DMAX eine neue Serie im Programm. Sie heißt "Der Germinator" und zeigt den deutschen Auswanderer Manfred Gilow, der es bis zum Chief of Police in der texanischen Kleinstadt Hawkins gebracht hat. Sein Ziel: für Recht und Ordnung zu sorgen und die Stadt "aufzuräumen", aber "my way"; wie der bullige Berliner versichert.

Denn Hawkins geht es wie vielen Städten in den USA. Drogenprobleme, Verfall und Verarmung der Bevölkerung einer einst durch die Öl-Industrie wohlhabenden Stadt. Zudem eine Polizei, die müde geworden ist und sich nicht mehr zu Kontrollen aufraffen konnte. Aber nun kommt Manfred, der sich bis zu seiner Polizeiausbildung in der Gastronomie oder auf Kreuzfahrschiffen verdingt hat. Die erste Folge porträtierte den "Germinator" als besonnenen Typen, der auch haarige Verhaftungen ruhig und gelassen über die Bühne bringt. Und der sich nicht zu schade ist, persönlich zur Verkehrskontrolle anzutreten. Motto: "Wem kann ich heute den Tag versauen?". Man will ja Flagge zeigen und versichern, dass neue Besen gut kehren.

Bei aller Sympathie darf man nicht vergessen: Die Polizei in den USA steht vor großen Problemen, die mehr Reformen brauchen, als ein Auswanderer aus Berlin lösen könnte. Als Entertainment ist es aber gelungen.