Das Überleben der Medien in Zeiten der Alles-gratis-Kultur im Netz hängt von mehreren Faktoren ab. Etwa: Wie einfach machen Verlage es ihren Lesern, für ihre Produkte zu bezahlen? Hintergedanke dabei: Nicht jeder will eine Vielzahl an verschiedenen Abos abschließen, bloß, weil ihn ab und zu ein Artikel interessiert. Schon seit 2012 gibt es daher für vielfältigen Lesestoff "Readly". Mit "Readly" erwirbt man nur ein Abo und kann dafür eine Vielzahl von Zeitschriften digital auf dem Tablet oder Smartphone lesen.
26 Millionen Euro pro Jahr setzte man zuletzt mit dem Konzept um. In Deutschland und Österreich können Kunden für 9,99 Euro im Monat Zeitschriften unbegrenzt auf Tablet und Smartphone lesen.

"Readly" macht aber eines möglich, woran viele nicht gedacht haben. Es ermöglicht nämlich, auch ausländische Zeitschriften etwa aus Großbritannien oder Skandinavien zu lesen, für die man hierzulande gar kein Abo bekäme, selbst wenn man wollte. "Readly" hebt die Grenzen auf, die der Postversand setzt. Zwar muss man auf das haptische Erlebnis und den Genuss verzichten, ein Magazin in der Hand zu halten - aber was ist das schon gemessen an den neugewonnen Freiheit des grenzenlosen Lesens?

Der "All you can read"-Magazin-anbieter will übrigens Mitte September an die Börse gehen. Der Wert der schwedischen Firma, die weltweit mit 800 Verlagen zusammenarbeitet, wird mit umgerechnet 210 Millionen Euro bewertet: ein Medien-Start-up mit Erfolg.