Der SV Horn hatte einmal große Ziele. Als 2015 der frühere japanische Superstar Keisuke Honda plötzlich seine Liebe zum Waldviertel entdeckte, träumte der damalige Regionalligist von Bundesliga und Europacup.

Sowohl finanziell als auch sportlich ist davon freilich nicht viel geblieben. Mittlerweile spielt Horn zwar in der zweiten Liga, dort fällt der aktuelle Tabellenelfte anstatt mit weiteren sportlichen Heldentaten aber eher mit einem rasanten Wechsel in der sportlichen Führung auf. Im August wurde der Russe Alexander Borodjuk verpflichtet, im September der Vertrag aufgelöst (weil Borodjuk ein anderes Angebot hatte). Interimistisch sprang Genadi Petrow ein, der den Platz in der ersten Reihe dann aber zugunsten Davor Mladinas räumte. Nun erhält Petrow eine neue Chance: Denn nach nicht einmal einer Woche ist auch Mladina wieder Geschichte.

Grund sei aber nicht Unzufriedenheit mit ihm als Person, sondern ein Poker mit der Partneragentur UFA Media, über die Mladina an die Niederösterreicher herangetragen worden sei. Künftig wolle man sich seine Trainer wieder selbst aussuchen, lässt Horn wissen - und hofft auf eine baldige Einigung mit UFA Media.

Das ist sicher keine schlechte Lösung. Schließlich heißt es nicht nur bei Trainern, sondern auch bei allen möglichen anderen Partnern: Drum prüfe, wer sich bindet.