Am 28. März wurde an dieser Stelle die Frage aufgeworfen, wie denn der Re-Start im Fußball vonstatten gehen könnte. Mitten im europaweiten Lockdown samt gesperrten Sportanlagen war damals die rhetorische Frage, ob denn für Spieler auf dem Platz Schutzmasken-Pflicht herrschen würde, noch nicht ganz so abwegig wie heutzutage. Wie man sich täuschen kann! Denn kaum schien es so, als ob der Profisport als Ganzes dank Testungen, Abstandsregelungen, Zuschauerlimits etc. ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Pandemiegefahr und Sportnormalität zustande brächte, dringt aus Spanien eine Meldung vom Handballsport. Ausgerechnet im Land des diesjährigen Europameisters wurde eine Erstligapartie mit Maskenpflicht bei allen Akteuren ausgetragen. Selbiges war am Sonntag kurz vor Anpfiff von der Regionalregierung verordnet worden. Dass der Mund-Nasen-Schutz in der Kontaktsportart Handball bei den Spielern nicht lange richtig saß respektive bald durchfeuchtet und damit sowieso wirkungslos war, musste wohl von Anfang an klar gewesen sein - dennoch wurde diese irrationale Panikaktion gesetzt.

Womit wir wieder beim Verhalten von vor der Pandemie wären: als Desinfektionsmittel in die Luft gesprüht wurden (etwa in Südtirol) oder Kinderschaukeln und Rutschen in Parks abgeriegelt wurden (auch in Wien). Natürlich sind Politiker in solchen Situationen nicht zu beneiden, aber mit Absurditäten ist diese Krise gewiss nicht zu bewältigen. Fans in der Halle zuzulassen und zugleich Sportlern Masken umzuhängen, wie nun in Spanien, ist sicher der falsche Weg - dann lieber bei zu großer Gefahr ganz absagen oder in den Geisterspiel-Modus zurückkehren.