Bleibt er, geht er - und wenn ja, wohin und wann? In den vergangenen Wochen und Monaten verging kaum ein Tag, an dem nicht über David Alabas Zukunft spekuliert wurde. Theoretisch hat Österreichs Team-Verteidiger beim FC Bayern noch einen Vertrag bis Sommer 2021, doch die Verhandlungen über eine - von den Münchnern angestrebte - Verlängerung stocken.

Dementsprechend ist auch ein Transfer im Winter, in dem die Bayern noch eine (nicht zu verachtende) Ablösesumme kassieren könnten, alles andere als vom Tisch. Während er selbst nichts dazu sagen will, streut sein Management in regelmäßigen Abständen Gerüchte, die letztlich nur dazu dienen, den Marktwert des 28-Jährigen in die Höhe zu treiben. Dennoch stellte nun Bayern-Trainer Hansi Flick, der sich bisher an den Spekulationen nicht beteiligen wollte, klar: "Ich hoffe, er wird bei uns bleiben." Ungeachtet des langwierigen Transferpokers spiele Alaba anhaltend stark. "In Bielefeld, gegen Atlético, gegen Frankfurt - er macht seine Sache gut und ist sehr fokussiert. Auf dem Platz ist er lautstark. Einer, der die Defensive führt. Für mich ist es kein Unterschied zur letzten Saison", meinte Flick, der damit - wohl unbewusst - ein Referenzschreiben für Alaba abgab.

Es gibt genug Profis, die einen Wechsel erzwingen, der Wiener gehört offenbar nicht dazu. Das ist ihm hoch anzurechnen. Andererseits: Mit Bayern hat er alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt, und sich bereits zu einer Klub-Ikone gemacht. Viel mehr geht in München nicht. Woanders könnte er sich noch weiterentwickeln, mit 28 Jahren ist er gerade im besten Alter dafür. Egal, welche Entscheidung er daher am Ende fällt, sie wird legitim sein. Nur eine muss fallen. Denn Hinhaltetaktik hat noch bei keinem Fußballer die Popularitätswerte erhöht.