Da schreibt man sich die Finger wund für die Haie!

"Wiener Zeitung"-Klassikexperte Edwin Baumgartner.
"Wiener Zeitung"-Klassikexperte Edwin Baumgartner.

Man schreibt, dass der Hai die Ordnungsmacht des Ozeans ist. Man schreibt, stirbt der Hai, stirbt das Meer. Man schreibt, der Hai habe das Recht, Mensch zu speisen, wenn Mensch sich auf den Mittagstisch des Hais wagt, der das Meer ist. Man schreibt, der Hai gehöre zu den gefährdetsten Tierarten und bedürfe umfassendsten Schutzes. Man bekommt von Herrn Carcharocles Megalodon (Grieche, offenbar) den Goldenen Raspelzahn verliehen - na ja, nicht real, aber so quasi.

Und dann das!

Erste Strophe: "Baby Hai, düp dü dü düp / Baby Hai, düp dü dü düp / Baby Hai, düp dü dü düp / Baby Hai." Zweite Strophe: "Mama Hai, düp dü dü düp / Mama Hai, düp dü dü düp / Mama Hai, düp dü dü düp / Mama Hai." Die dritte Strophe bis fünfte Strophe handeln den Vater und die Großeltern Hai ab, ehe sich Volker Rosin zum Finale aufschwingt: "Sei dabei, düp dü dü düp / Sei ein Hai, düp dü dü düp / Sei dabei, düp dü dü düp / Sei ein Hai."

Onkel und Tante Hai haben’s gut, die kommen nicht vor.

Ja, eh: Ein Kinderlied. Aber ein Kinderlied mit (Stand 3. Dezember, 10.30 Uhr) 1.639.278 Klicks auf YouTube.

Ja, eh: Das Krokodil Schnappi war noch schlimmer. (Gott möge von allem abhüten, wovon es etwas noch Schlimmeres gibt.)

Ja, eh: Die Haie können nichts, rein gar nichts dafür.

Aber hätte man sie rechtzeitig alle harpuniert. . .

Nein, eh: Gute Fischerl, brave Fischerl, schützenswerte Fischerl. . .