Jürgen Klopp und José Mourinho.

Peter Schröcksnadel zog durchaus drastische Vergleiche, als er 2019 zwei Trainer-Koryphäen präsentierte. Gemeint waren nämlich die Ski-Erfolgstrainer Patrick Riml (vormals US-Team, nun ÖSV-Leiter Hochleistungssport) und Christian Mitter (vorher Norweger, jetzt ÖSV-Damen-Chef). USA und Norwegen - bei Ski-WM-Kundigen klingelt es jetzt gewaltig. Das sind nämlich genau jene Nationen, die in der Vergangenheit immer punktgenau zu Großereignissen in Form waren und also auch den Österreichern die Medaillen wegschnappten. Diesmal war es anders - diesmal schnappte Österreich so manch anderer Nation die fix eingeplante Medaille weg. Denn auch dank der zurück in die Heimat geholten "Startrainer" sind die Titelkämpfe in Cortina zu einem unerwarteten Erfolg in Rot-Weiß-Rot geworden, der auch das Resultat eines Teamgeistes ist, den man sonst eher vom Fußball her kennt. Diese positive Grundstimmung manifestiert sich nicht nur am Goldfahrt-Lächeln von Katharina Liensberger, sondern auch an den beiden Riesentorlauf-Bronzenen, die scheinbar vom Himmel fielen.

Taten sie aber nicht, vielmehr sind sie Resultat harter Arbeit, im Wissen, dass Aufgeben keine Option ist. Auch Slalom-Silber von Adrian Pertl, der im Vorjahr aus dem Nichts aufgetaucht war und sich nun Vizeweltmeister nennen darf, ist im ÖSV gewiss kein Zufallsprodukt. Denn kein anderer Skiverband der Welt verfügt über derartig hohe Finanzmittel, derart viel Personal und derart modernes Equipment. Nichts wird dem Zufall überlassen. Und so wird aus dem immer kleiner werdenden Talentefundus das Maximum herausgeholt. Und das ergibt die absolute Weltspitze.