"Nicht aufgeben, kleiner Bagger!" Das war der Text zu einem der vielen Internet-Bildscherze, die ein Foto des eingekeilten Schiffs am Suezkanal zeigten - und eben den wackeren kleinen Bagger. Was sich hier wie ein rührender Disney-Film anhört, war eine ernste Situation mit gravierenden Nachwirkungen. Aber glücklicherweise wird sich so etwas nicht so schnell wiederholen. Denn es gab ja einen handfesten Grund für den Unglücksfall.

Dabei könnte man es nun wirklich schon wissen: Einfach einmal die Mumien in Ruhe lassen, dann passiert auch nichts Schlimmes. Aber Kairo wollte ja unbedingt 18 Pharaonen und 4 Pharaoninnen in ein neues Museum führen. Dass das nicht ohne Konsequenzen bleiben konnte, war ja wohl klar. Zack, Haus eingestürzt. Zack, Brücke eingestürzt. Zack, Schiff steckengeblieben.

Dabei muss man auch wieder sagen: Es ist nicht so, dass man sich nicht etwas überlegt hätte. Immerhin wurden die tausende Jahre alten Überreste der Könige und Königinnen nicht einfach in einem schnöden Transporter überführt. Sie erhielten am Sonntag eine eigene Parade durch Kairo, jeder Sarkophag fuhr in einem panzerähnlichen, mit dem jeweiligen Namen beschrifteten Wagen vor, begleitet von Polizeieskorte und altägyptisch kostümierten Menschen. Ein beachtliches und einzigartiges Spektakel, das auch die eigene Geschichte würdigte - wenn man einmal von der Angst vor dem Fluch absieht.

Hoffentlich gefällt es den Pharaonen und Pharaoninnen jetzt im neuen Zuhause.