Wir halten derzeit in Monat 14 der Pandemie. Da sollten sich gewisse Verhaltensweisen schon automatisiert haben. Zum Beispiel, dass man nicht mehr auf viel frequentierte Flächen greift, ohne sich nachher die Hände zu waschen. Auch dass Veranstaltungen, die im Freien stattfinden, ein geringeres Risiko haben als jene in geschlossenen Räumen, darf man als bekannt voraussetzen.

Dem trägt nun auch das Kulturstaatssekretariat Rechnung und schafft eine neue Förderschiene für "Outdoor-Kulturprojekte". Unter dem Titel "Frischluft - Kunst im Freien" werden solche Formate im Ausmaß von insgesamt 2 Millionen Euro unterstützt. Das Programm richtet sich an Kunst- und Kultureinrichtungen aller Sparten mit Sitz in Österreich, wobei in der Aussendung besonders die Freie Szene hervorgehoben wurde.

Nun kann man an Details mäkeln, aber eines ist klar: Wenn in diesem Sommer Kultur in großem Ausmaß stattfinden soll, dann wird das wohl im Freien sein müssen und nicht in geschlossenen Räumen. Insofern wäre wohl tatsächlich etwas mehr Vorlaufzeit und deutlich mehr Fördervolumen bei dieser Förderung angezeigt gewesen. Schließlich geht es um nichts anderes, als den Kultursommer zu retten. Und damit sind nicht jene Organisationen gemeint, die ohnehin Sommer für Sommer spielen, sondern all jene Programme, die aufgrund der Alternativlosigkeit in den Sommer verschoben wurden. Die Förderung hilft mit, dass ein "Summer of Culture" Realität werden kann.