Das Handy teilt einem ja mittlerweile schon sehr viel mit. Wie viele Schritte man am Tag macht, zum Beispiel. Oder es erinnert einen vielleicht auch, ob man seine Blutdruckpulver eh genommen hat. Es informiert auch jede Woche aufs Neue darüber, wie viele Stunden man aufs Display gestarrt hat. Als ob einem diese Info nicht auch der hohe Verbrauch von Augentropfenflascherln vermitteln könnte. Zu viel, also.

Genau da, aber auch wieder anders, grätscht jetzt eine neue Variante von "Digital Wellbeing" hinein. Das ist der Begriff, den Smartphone-Unternehmen erfunden haben, um den Kunden weiszumachen, das Handy könne sie auch vor all den Gefahren und der Unbill schützen, denen die Kunden ohne Handy gar nicht ausgesetzt wären. Aber weil sie natürlich wollen, dass man es weiterhin verwendet, muss eine App her. Android bringt eine neue Funktion auf die Geräte, die die Nutzer vor der Verwandlung in sogenannte Smombies schützen soll. Smombies sind Smartphone-Zombies, die durch die Straßen laufen, ohne die Blicke von ihren kleinen Bildschirmen abwenden zu können. Android-Handys warnen einen dann, wenn man in Bewegung ist: "Kopf hoch!" Immerhin kann da jederzeit irgendwo ein unbemerkter Baum, ein Verkehrsschild oder auch ein Laster auftauchen.

Schon sehr aufmerksam von Android. Aber auch nicht ganz uneigennützig. Liegt ein Smombie nämlich einmal unter dem Laster, kann er kein neues, teures Handy mehr kaufen.