Es gibt Entwicklungen, die erhofft man seit Jahren, und wenn sie dann tatsächlich stattfinden, dann folgt eine Reaktion, die man nicht erwartet hat.

"Wir glauben, dass Privatsphäre ein grundlegendes Menschenrecht ist." Die Daten gehörten den Nutzern, "und sie sollten selbst entscheiden können, wie ihre Daten verwendet werden und von wem". Man habe Unterstützung von Behörden und Datenschützern für die Funktion bekommen. Diese Aussagen stammen vom US-Konzern Apple, der damit begründet, warum Kunden mit dem neuen Software-Update iOS 14.5 selbst entscheiden können, ob Apps sie zu Marketingzwecken über mehrere Anwendungen hinweg verfolgen dürfen oder nicht. Apple hat gegen den Widerstand von Online-Konzernen wie Facebook und Firmen der Medien- und Werbebranche diese strengeren Datenschutz-Regeln auf dem iPhone eingeführt. Diese "App Tracking Transparency" (ATT) hatte im Vorfeld deutliche Kritik ausgelöst. Facebook-Chef Mark Zuckerberg warf Apple vor, mit ATT nur eigene Geschäftsziele zu verfolgen. In Deutschland reichten der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW, die Organisation der Mediaagenturen OMG, der Markenverband sowie die Verlegerverbände BDZV und VDZ Beschwerde ein.

Was bedeutet das nun für die Kunden? Ganz einfach, nutzen Sie die Möglichkeiten und stimmen Sie der Datenweitergabe nicht zu. Denn nur so wird sich nachhaltig etwas ändern. Und nur so wird sich zeigen, wie wichtig Datenschutz den Nutzern ist.