Auch im Kulturbereich wurden diese Woche Lockerungen von infektionsverhindernden Einschränkungen für 1. Juli angekündigt. Es wird keine Obergrenze mehr geben, was die Menge der Besucher betrifft, auch auf Stehplätzen darf man sich wieder tummeln. Die Maskenpflicht wird abgeschafft, zumindest im Theater, wo man getestet, geimpft oder genesen sein muss, um eintreten zu dürfen. Im Museum ist der Mund-Nasen-Schutz (NMS) noch weiterhin nötig, weil dort die 3G-Regel nicht angewendet wird.

Auch Veranstaltungen, in denen man sich dicht drängt, wie Popkonzerte, sind dann wieder möglich. Auch das Frequency-Festival, das aber unter freiem Himmel weniger große Ansteckungsgefahr birgt. Man sollte sich jedoch nicht der Illusion hingeben, dass diese Art von Veranstaltungen ab Juli normal stattfinden werden. Denn die Tourpläne von internationalen Künstlern wurden ziemlich langfristig verschoben.

So erfreulich eine Rückkehr zu einer Form von Normalität ist, wird man nicht verhehlen können, dass es eine Umstellung ist: von der Sicherheit, die einem Abstand und Maske gegeben haben, zu einem Vertrauen, das man wieder in die restliche Besucherschar setzen muss. Denn selbst wenn man geimpft ist, bleibt doch dieses ungute Gefühl, dass die neue Freiheit eine trügerische ist - Stichwort: Delta. Vielleicht hätte eine schrittweise "Entwöhnung" - statt FFP2-Masken zum Beispiel erst einmal nur MNS - für ein subjektiv besseres Gefühl gesorgt.