Den Genderexperten ist es gerade einmal ansatzweise gelungen, die Frauen in der Sprache sichtbar zu machen, da machen sie sie schon wieder unsichtbar. Schließlich könnten sich intersexuelle Menschen sowohl durch die weibliche als auch durch die männliche Form diskriminiert fühlen. Daher, so der neue Vorschlag, sollen bei allen Wörtern, die sich auf Personen beziehen, die Endung durch ein x ersetzt werden.

"Wiener Zeitung"-Klassikexperte Edwin Baumgartner.
"Wiener Zeitung"-Klassikexperte Edwin Baumgartner.

So unterrichten die Lehrx die Kindx, Fahrx steuern Autos und Busse, Richtx verurteilen Verbrechx, Ansprachen beginnen mit "Sehr geehrte Anwesendx" (bitte schon jetzt die Aussprache zu üben beginnen, nicht dass dann Speichel durch die Menschxscharx fliegt) und Lesx freuen sich auf den neuen Krimi ihres Lieblingsautx.

Halt, da spielt die Grammatik einen ihrer üblen Streiche! "Ihres Lieblingsautx" suggeriert, dass "Autx" männlich ist. Bitte korrigieren: "Lesx freuen sich auf den neuen Krimi ihrx Lieblingsautx."

Das freilich kann nur ein erstes Schrittx sein. Solange es Geschlechtx gibt, und sei es auch nur in dem Grammatx, ist kein Gendergerechtigx möglich. Daher sind alle Hauptwörtx im Vorhineinx zu ixen und mit dem sächlichen Geschlechtx zu bilden. Erst, wenn das Kapitänx das Dampfx steuert, ist das Sprachx von dem Schönheitx des Gerechtigkeitx. Die Begriffx "Mann" und "Frau" werden naturgemäß aus dem Vokabulx getilgt und durch "Menschx" ersetzt. "Die Frau" verschwindet und wird "das Menschx".

So ist Gendersprachx.