In die öffentlich wüst umstrittene Vormundschaftssache Britney Spears kommt nun Bewegung. Jamie Spears, der Vater von Popsängerin Britney Spears (39), hat in einer Gerichtserklärung seinen Rücktritt als Vormund seiner Tochter in Aussicht gestellt. Es soll ein "ordnungsgemäßer Übergang" zur Einsetzung eines neuen Vormunds dafür Bedingung sein.

Nun muss man wissen, dass Britney Spears bereits mehrfach versucht hat, diese Vormundschaft loszuwerden. Eine Weigerung der Musikerin, weitere Einnahmen zu generieren, von denen sie nichts hat, dürfte das ihre dazu beigetragen haben.

Der Fall hat auch abseits der Sphäre der Stars eine gewisse Bedeutung. Wie geht man mit Menschen um, die überzeugt davon sind, dass sie keinen Vormund brauchen und daher aus ihrer Sicht völlig zu Recht für ihr Selbstbestimmungsrecht kämpfen? Sachverständige sind ja immer so eine Sache, und gerade in psychologischen Fragen steht sehr wenigen Fakten oft ganz viel Meinung gegenüber. Wer ist wirklich mit einer gewissen Autorität berechtigt, zu sagen, was krankheitswertig ist und was einfach dummes Verhalten?

Wie auch immer: Britneys Unterstützer jubeln. Sie haben unter dem Hashtag #freebritney unablässig für die Freilassung ihres Idols gekämpft. Auch vor Gericht, mit Plakaten und Sprechchören. Ganz frei ist der Star freilich auch dann nicht. Aber die Situation, vom eigenen Vater in den Rechten beschnitten zu werden, ist zumindest etwas abgemildert.