Im Grunde sollte es doch eigentlich egal sein, wer unsere Daten verliert, wer sie verkauft und wer sie mit anderen teilt. Aber es ist bei eingehender Betrachtung doch anders.

Viele Menschen geben Facebook, Google und Apple gerne ihre Daten und fragen sich danach eher selten, was damit passiert. Beim Restaurant ums Eck fragten sich einige Menschen, was wird den wohl der Kellner oder der Restaurantbesitzer mit meinen Daten machen? Und im Fall der Corona-Testungen in Tirol sollte man doch wohl sicher sein, dass diese Daten sicher verwahrt werden. Was zeigen diese Beispiele? Es scheint, als wäre den Anwendern ziemlich egal, was große Konzerne mit ihren Daten machen, solange es eine Gegenleistung gibt oder solange man deren Dienste nutzen will.

Der Restaurantbesitzer ärgert sich im Normalfall über den Mehraufwand, wird aber wohl nicht viel mit meinen Daten machen. Es geht somit eigentlich um Vertrauen. Aber wieso vertraut man seinem Wirten weniger als Facebook? Es dürfte an der Distanz liegen, andere Erklärungsversuche sind bislang wenig zufriedenstellend gewesen.

Gesundheitsdaten wiederum fallen, so wie alle Daten, die bei Missbrauch zu enorm großen Nachteilen führen, in eine andere Kategorie. Hier muss man vertrauen können. Und in Tirol ist eindrucksvoll bewiesen worden, wie es nicht laufen darf.

Es kann daher nur eine Konsequenz geben: Die Daten müssen zurück zu den Menschen - und zwar aus allen Lebensbereichen.