In den vergangenen Tagen hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig unabhängige Medien für die Demokratie sind. Auf der anderen Seite ist auch erkennbar, dass Soziale Netzwerke eben keine Medien sind und daher einer besseren Kontrolle bedürfen. Nachdem der Druck in Australien auf die Anbieter deutlich erhöht wurde, haben die US-Technologieriesen Facebook, Google und Twitter eine gemeinsame Lösung präsentiert und ein Gremium zur Bekämpfung von Falschinformationen ins Leben gerufen. Die neue Jury zeige, dass die Branche bereit sei, sich selbst zu beaufsichtigen, teilte der zuständige Branchenverband Digi mit, der auch die Kurzvideoplattform TikTok und Apple vertritt.

Ob es eine ernsthafte Initiative ist oder nur ein Versuch, strengere Regulierungen und Steuernachforderungen hintanzuhalten, bleibt noch abzuwarten.

Google und seine Video-Tochter Youtube wollen auf ihren Plattformen gegen die Verbreitung von Falschinformationen zum Thema Klimawandel vorgehen. Weder sollen Klimawandelleugner ihre Inhalte durch Werbeeinblendungen in deren Kontext monetarisieren noch soll auf den Plattformen Werbung für Inhalte platziert werden können, "die einem etablierten wissenschaftlichen Konsens über die Existenz und die Ursachen des Klimawandels widersprechen", wie es Google ausdrückt. Facebook wiederum entdeckt nach den Vorwürfen der Whistleblowerin nun den Kinderschutz und will neue Funktionen einführen. Es geht scheinbar doch, man muss also nur wollen.