Eine Mischung aus Langeweile und Stress, das ist die Pandemie für junge Menschen laut einer Umfrage unter 2.500 14- bis 24-Jährigen. Mehr als zwei Drittel sehen negative Auswirkungen durch die Pandemie auf ihre mentale Gesundheit, persönliche Lebenszufriedenheit und den Kontakt mit Freunden. 46 Prozent geben an, dass die Pandemie auch ihr Liebesleben verschlechtert hat. Dass Clubs und Bars bald nur mehr eine ferne Erinnerung sind, belastet etwa zwei Drittel der jungen Menschen, besagt die Umfrage von Market Agent, die freilich auch eine Event-Agentur, DocLX, in Auftrag gegeben hat. Über 85 Prozent möchten endlich wieder einmal weiter weg verreisen - vielleicht sogar auf eine von DocLX organisierte Maturareise...

Aber man würde ja einer Umfrage nie eine gewisse Schlagseite unterstellen. Abseits von diesen Fragen und durchwegs besorgt stimmenden Antworten über eine pandemiemüde Jugend zeitigte die Befragung auch überraschende Antworten. So scheint es, dass ein großer Teil der Jugendlichen Impfverweigerer für die bescheidenen Perspektiven ihrer Generation verantwortlich macht. Knapp 90 Prozent der jungen Österreicher sind erleichtert, dass es eine Impfung gegen das Virus gibt. Über 60 Prozent sind der Meinung, dass Ungeimpfte auf Intensivstationen nachgereiht werden sollten, und machen sie für die anhaltenden Einschränkungen verantwortlich.

Klingt ganz so, als würde hier eine ganz neue Form von Generationenkonflikt am Horizont dämmern.