Diesen Sonntag wird das Dommuseum alle Einnahmen an kirchliche Soforthilfen für die Ukraine spenden. Am Dienstag werden im Stephansdom bei einem Konzert russischer und ukrainischer Künstler Spenden gesammelt. Am kommenden Donnerstag finden sich Willi Resetarits, Ernst Molden und Co. zum selben Zweck im Konzerthaus ein. Am 28. März veranstaltet das Globe Wien einen Benefiz-Abend mit Michael Niavarani und Co., dessen Erlös "Nachbar in Not" zugute kommt. Das Wiener Volkstheater sammelt nach jeder Vorstellung Geldbeiträge. Was hier im Großen passiert, ist im Kleinen etwa auch auf der Bilderteilplattform Instagram zu beobachten. Künstler, die dort ihre Arbeiten verkaufen, versteigern besondere Stücke für den guten Zweck oder spenden den Shop-Erlös eines Tages.

Der Wille, in einer so ausweglos erscheinenden Situation irgendwie zu helfen, irgendwie einen Beitrag zu leisten, ist nicht nur bei Kulturinstitutionen und Künstlern groß. Auch wenn es oft nur symbolisch ist, wenn etwa die Staatsoper "No War" im mittlerweile berühmten Neonschriftzug erstrahlen lässt oder andere Häuser in den blaugelben Farben der Ukraine bestrahlt werden.

Am Freitag spielten eine Menge europäischer Radiosender gleichzeitig um 8.45 Uhr John Lennons "Give Peace a Chance". Ja, das ist nur eine Geste, ja, das wird Wladimir Putin nicht beeindrucken, ja, das ändert konkret nichts an der beunruhigenden Situation. Aber der Song beinhaltet etwas enorm Wichtiges: den Keim der Hoffnung.