Wer sich zuletzt auf den Social Media-Kanälen Facebook über Verschwörungstheoretiker oder auf Twitter über Moralheuchler geärgert hat, dem ist die Annahme, dass Soziale Medien der Gesundheit nicht besonders förderlich sind, nicht ganz fremd. Stichwort Blutdruck und mentale Stabilität. Für Kinder und Jugendliche könnten aber der Konsum von Instagram oder TikTok tatsächlich krankmachende Folgen haben, fanden nun Wiener Forscher heraus. Teenager werden demnach auf TikTok, Instagram und YouTube jede Stunde mit Werbung für 18 Produkte konfrontiert, meist ohne es zu merken. Die Forschenden analysierten Mahlzeiten, Snacks und Getränke, die in Posts und Videos von sechs der beliebtesten deutschsprachigen Influencern auftauchten. 75 Prozent der vorgestellten Lebensmittel und Getränke hatten einen so hohen Salz-, Fett- oder Zuckergehalt, dass sie gemäß WHO-Richtlinien gar nicht an Kinder vermarktet werden dürften. Dass die Werbung zumeist auch nicht einmal als solche gekennzeichnet war, ist auf diesen Kanälen ohnehin nur ein Detail, mit dem jeder rechnet. Selbst sind diese Influencer meist rank und schlank, weil sie wahrscheinlich diese Produkte nicht so oft verzehren, wie sie sagen.

Der Trend zu gefährlichem Übergewicht bei Kindern freilich ist steigend, weltweit sind etwa 20 Prozent zu dick. Solange ihnen ihre Idole ungestraft einreden können, dass Junkfood cool ist, wird sich das auch nicht so schnell ändern.