Da steht sie, die Joan Collins. In vollem Diva-Ornat, also Abendkleid und Diamant-Ohrgehänge, mitten in einer Männergarderobe. Hinter ihr wuseln die muskulösen Burschen in Unterhose, und sie sagt rechtschaffen empört: "Wer von euch Vollpfosten hat mein Deo geklaut?" Und auf eine patzige Antwort schleudert sie ein noch weniger damenhaftes "Klappe, Stinker!" nach. Bis ihr ein Kollege einen Schokoriegel reicht. Dann verwandelt sich Joan Collins in einen sanften Sportler. Und die Erkenntnis von dem Zwischenfall: "Du bist nicht du, wenn du hungrig bist." Dieser Slogan ist der Wahlspruch aller, die das Gefühl kennen. Dieses langsame, aber stetige Flötengehen von sozial akzeptierten Umgangsformen bei jedem neuen Magenknurren.

Allein dieses Wort zeigt es ja: Hungrig sein ist gefährlich. Also für die anderen. Die, die kein Snickers bei der Hand haben zur Besänftigung. Das hat jetzt auch eine wissenschaftliche Studie belegt. 60 erwachsene Probanden wurden über einen Zeitraum von 21 Tagen fünfmal täglich nach ihrem Hungergefühl und Gefühlszuständen wie Ärger, Reizbarkeit und Vergnügen gefragt. Herausgekommen ist, dass es einen Zusammenhang zwischen Hungergefühl und negativen Gefühlen gibt.

Ach was, Sherlock! Dafür hat es eine eigene Studie gebraucht!? Warum nicht auch noch eine Studie, die belegt, dass Salz salzig schmeckt? Und dass Oliven einen Kern haben? Und dass man Pizzateig wirklich backen muss? Und dass verdammt nochmal diese Essenszusteller immer zu mir so ewig brauchen???