Es ist mittlerweile fast schon ein Klischee. Das von den Frauen in Führungspositionen, die so viel besser machen als Männer. Als Frau in einer Führungsposition kann ich freilich sagen: Alle Klischees stimmen. Selbstverständlich. Ohne Ausnahme. Und die Wissenschaft belegt es immer wieder neu. "Female Leadership" zeichnet sich durch einige Qualitäten aus, die den Kollegen des anderen Geschlechts offenbar öfter einmal fehlen: Empathie, Kooperation und Wertschätzung, die Fähigkeit, ein offenes Ohr für die Wünsche und Konflikte der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu haben. All das fördert Vertrauen untereinander und sorgt für ein harmonischeres Arbeitsumfeld. Frauen kommunizieren klarer, sind gewissenhafter und offen für Innovationen. So lautet das Ergebnis einer norwegischen Studie. Eine weitere Analyse der Harvard Business School hat Frauen als bessere Krisenmanager identifiziert.

Als solcherart benachteiligter Mann kann man jetzt sagen: Schön und gut. Aber es geht ja nicht immer nur ums Wohlfühlklima bei den Mitarbeitern, was ist mit der harten Währung: Erfolg? Da macht nun eine neue Studie das Bild komplett. Frauen im Vorstand bringen auch handfeste wirtschaftliche Vorteile: Firmen mit mindestens einem weiblichen Vorstandsmitglied schneiden bei der Ertragskraft besser ab als solche ohne Frauen in diesen Top-Positionen.

In Österreich sind übrigens in 192 Börsenkonzernen 14 Frauen im Vorstand.