Zum Artikel vom 14. Juli

Gefährlicher Mangel
an Kassenarztpraxen

Österreichische Forscher beweisen einmal mehr: Sozial Schwache sind einem höheren Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Für Wien gilt zum Beispiel: In ärmeren Bezirken gibt es mehr Herzinfarkte.

Zur Gegensteuerung wäre ein dichtes Netz an Kassenvertragsärzten vonnöten. Das ist leider nicht der Fall. In Wien ist das Missverhältnis besonders krass: Da praktizieren 1.897 Mediziner mit, aber bereits 3.713 ohne Vertrag. Österreichweit können hunderte Kassenplanstellen nicht nachbesetzt werden. Diese Verknappung setzt die im System verbleibenden Vertragsmediziner einer permanenten Überlastung aus. Das schreckt Jungärzte von einer Praxisübernahme ab und die Liste der freibleibenden Kassenpraxen wird länger.

Jetzt ruhen die Hoffnungen auf Andreas Huss. Seit 1. Juli ist er wieder Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse. Sein Vorhaben, das Wahlarztmodell abzuschaffen, scheint die einzige Möglichkeit zu sein, den Niedergang der Kassenmedizin abzuwenden. Dann gäbe es nur mehr zwei Arten von Ordinationen: Kassenpraxen auf der einen und reine Privatpraxen auf der anderen Seite. Einer Schätzung zufolge würden dann rund 1.000 Wahlärzte zum Vertrag greifen.

Dr. Wolfgang Geppert,

1010 Wien

Die Bundespräsidentenwahl unter üblen Vorzeichen

Durch das Antreten des Vorsitzenden dieser unfassbaren Bierpartei machen wir uns noch international lächerlich. Und das Schlimmste: Viele, die nur bis zum Tellerrand denken, werden nicht wählen gehen, weil sie die Wahl von Alexander Van der Bellen sowieso für eine "g’mahte Wies’n" halten.

Eva Karas,

per E-Mail

Wasser und Wärme
Hand in Hand

Man könnte, einem Beispiel aus Oberösterreich folgend, überlegen, zukünftig ein weiteres Abwassersystem einzuführen: Die Trennung zwischen Schmutz- und Grauwasser wäre insofern sinnvoll, als dieses einen höheren Wärmeinhalt hätte. Dadurch würde der Wärmeaustausch um einiges einfacher.

Wenig hört man von der Nutzung der Thermalströme, vor allem entlang der Thermenlinien. Saug- und Schluckbrunnen in der Tiefe können kein unüberwindbares Hindernis sein. Was geschieht mit den Thermalwässern, die für den Gebrauch abgekühlt werden? Wäscht wenigstens eine Getränkefirma damit ihre Glasgebinde?

Ernst Steinbrenner,

3150 Wilhelmsburg

Für jedes Problem
einen Deckel

"Jeder Topf findet seinen Deckel" ist eine alte Redewendung, die momentan up to date ist. Die Nachrichten sind voll von Deckeln: Strompreisdeckelung, Benzinpreisdeckelung, Gaspreisdeckelung ... Möge doch jeder Topf seinen Deckel finden, zum Wohle der Bevölkerung!

Mag. Wilfried Ledolter,

8680 Mürzzuschlag