Es gibt Sportarten, denen gemeinhin ein geringes Verletzungsrisiko attestiert wird - Schach etwa. Mikadostäbchen können zwar verletzen, aber das ist nicht das größte Berufsrisiko des Mikadospielers. Nun scheint es aber so, dass der Mensch sich denkt, man könnte auch nicht gefährliche Sportarten gefährlicher machen. Und das geht so: Man nehme ein ungefährliches Spiel, in diesem Falle Schach und eine erprobte ungefährliche Technologie, einen Schachcomputer - dann aber erhöht man das Risiko. Man nimmt ein Kind und gibt dem Schachcomputer einen Roboterarm. Dann wartet man ab.

Bei den Moskau-Open dauerte es nicht lange, bis der siebenjährige Christopher, er gehört zu den 30 besten Schachspielern Moskaus in der Kategorie der unter Neunjährigen, und der Roboterarm einen Disput hatten. Ein Video des Vorfalls zeigt, wie der Junge seinen Zug beginnen will und der Roboterarm den Finger des Kindes erwischt. Der Finger wird mehrere Sekunden eingeklemmt, bevor eine Frau und drei Männer den Jungen befreien. Dennoch war der Knochenbruch nicht mehr zu verhindern.

Von Seiten der Entwickler hieß es, dass dies der erste Zwischenfall dieser Art wäre und zudem hätte der Junge die Sicherheitsregeln verletzt. Er hätte demnach zu schnell wieder einen Zug machen wollen. Wer den Olympischen Gedanken - höher, weiter, schneller, nun noch um gefährlicher erweitert, darf sich bei den übernächsten Olympischen Spielen über eine neue Sportart freuen - Blitzschach mit Roboterarm.