Eine echte Sensation gab es kürzlich in einem renommierten Auktionshaus zu erwerben. Zur Versteigerung gelangte nichts weniger als ein paar "ausgiebig getragene", dunkelbeige Schlapfen der Marke Birkenstock Arizona. Diese hatten ihre beste Zeit in den 1970er und 1980er Jahren und tragen "ausgiebige Gebrauchsspuren". Man kann sogar sagen: Die Fußumrisse des Trägers haben sich merklich in die Lederoberhaut des Fortbewegungsmittels eingegraben. Nun würde man sagen: Gut, für den 1-Euro-Flohmarkt der Pfarre von nebenan sind die gut genug, doch macht man da die Rechnung ohne den Wirt, in diesem Fall: ohne den Vorbesitzer. Denn diese Prachtstücke deutscher Korkkunst wurden von keinem Geringeren als Steve Jobs getragen. Und zwar genau in den bedeutungsschwangeren Jahren, in denen er in der Garage seines Elternhauses Apple aufbaute. Da schlapfte der "Messias" der Apfelfans also in genau jenen Birkenstocks in die Küche, um sich einen Orangensaft zu holen. "Er liebte diesen Hausschuh", werden unbekannte Exfreundinnen zitiert. So sehr, dass sie quasi zu seiner Uniform gehörten.

60.000 Euro erwartete man für die Sandalen des Genies, doch auch da wurde man überrascht: 218.750 Euro - oder in harter Währung: 115,7 MacBook pros - war der Gewinner der Auktion zu zahlen bereit. Ob bei dem Artefakt, ja gewissermaßen einer Reliquie dieses Propheten des Digitalen, sogar noch Spuren von Originalgeruch wahrzunehmen sind, ist unbekannt.