Es sind nur wenige Minuten, die jetzt schon bekannt sind aus der neuen Serie "Harry & Meghan". Und doch macht sich die "Times" schon Sorgen um die britischen Royals. "Was sie brauchen, ist ein Bunker, denn Junge, das wird hässlich." Schon der Trailer zur Doku von und über Prinz Harry und Gemahlin Meghan, die am Donnerstag auf Netflix startet, wird dahingehend analysiert: "Was der Trailer klarmacht: Sie wollen die ganze Institution in die Luft jagen und alle, die dazu gehören." Der walisische Monarchie-Experte Craig Prescott denkt auch: "Die Trailer deuten darauf hin, dass sie kaum etwas zurückhalten werden. Offen bleibt die Frage, was sie hoffen, damit zu erreichen."

Ja, das ist die Frage. Keine Frage ist freilich, dass Netflix hier einen ziemlichen Coup gelandet hat. Ganz egal, welche Bomben die beiden nun platzen lassen und ob überhaupt, der Werbeeffekt für das Unternehmen ist bereits jetzt beachtlich. Außerdem ist es dem Streamingdienst gelungen, hier sozusagen einen Bonustrack zu seiner Erfolgsserie "The Crown" zu kreieren. Da geht es ja auch um die Fährnisse der royalen Familie unter der Ägide von Königin Elizabeth II. Nur dass da niemand aus der Familie beim Geldscheffeln geholfen hat. Jetzt ist das anders. Für jemanden wie Prinz Harry, der seit dem Tod seiner Mutter Diana gegen den Einfluss von Medien in seinem Leben kämpft, ist es allerdings schon beachtlich, dass er sich so instrumentalisieren lässt, um ausgerechnet einer Streamingplattform zu einem schillernden Portfolio zu verhelfen.