Seit Anfang Dezember werden die sozialen Netzwerke von einer wahren Masse an stylischen Hochglanz-Comicavataren überflutet. Kaum jemand, der nicht jemanden kennt, der gefragt hat, welches wundervolle Foto man denn nun als neues Profilbild nehmen sollte.

Hinter all diesen Bildern steckt ein Tool namens Lensa, das in den ersten Dezembertagen weltweit millionenfach heruntergeladen wurde. Wie bei so vielen Apps, so sollte auch bei diesem Tool Vorsicht walten. Wieder einmal geht es dabei um Daten und deren Schutz, aber auch die Frage, was künstliche Intelligenz denn nun kann oder können sollte.

Anwendern sollte daher bewusst sein, dass sie einer künstlichen Intelligenz zahlreiche Fotos von sich zur Verfügung stellen, die diese dann auf US-amerikanischen Servern speichert - zumindest einmal zwischenspeichert, irgendwo muss ja die Bearbeitung erfolgen. Dies ermöglicht in weiterer Folge eine wunderbare allumfassende Gesichtserkennung im weltweiten Datennetz. Die Verknüpfung mit öffentlichen Profilen und freiwillig hochgeladenen Datensätzen macht aus einem netten Foto schnell eine gefährliche Falle.

Lensa kann sehr viel und was manche Menschen als lustigen Zeitvertreib ansehen - etwa Dritte in Nacktbildern verewigt zu wissen oder Kinderfotos hochzuladen -, kann im Internet durchaus gefährlich sein.

Daher die Empfehlung: Achten Sie auf Ihre Daten und geben Sie so wenig wie möglich preis und frei. Und wenn Sie diese Tools nicht mehr nutzen, schnell löschen.