Es ist immer ein bisschen schwierig, wenn Tiere die Hauptrolle in einem Film spielen. Nicht nur, weil das Tierschutzorganisationen auf den Plan ruft und immer versichert werden muss, dass kein Hamster bei diesem Dreh zu Schaden gekommen ist. Sondern auch, weil oft unvorhergesehene Folgen auftreten. Zum Beispiel damals, als alle Welt Nemo finden und dann auch behalten wollte. Im Pixar-Film "Findet Nemo" ging ja ein kleiner Clownfisch im großen Ozean verloren. Obgleich so ein Fischlein nicht unbedingt das kuscheligste Haustier ist, machte der knuffig animierte Nemo aber doch vielen Kindern Lust auf Zierfischhaltung. Clownfische wurden also in großen Mengen gekauft - und in ebenfalls großen Mengen wieder im Klo entsorgt. Weil Aquaristik dann doch ein bisschen mehr bedeutet, als Kindern und wohl Eltern gemeinhin so vorschwebt.

Ein anderer Film hat gleich den Bestand einer Spezies gefährdet: Aufgestachelt von Steven Spielbergs "Der weiße Hai", machten Angler an der US-Ostküste Jagd auf Trophäenhaie, was die Haipopulation ziemlich dezimierte. Der Filmregisseur hat nun bedauert, dass er diese Schlachterei ausgelöst hat. Und halb witzelnd gemeint, er gehe auch ungern ins Meer, denn es könnte ja sein, dass die Haie auf Rache sinnen. Er könnte ja auch versuchen, es wieder gutzumachen. Und jetzt einmal einen Film machen, der im Gegenzug dem Artenschutz einen Schubser gibt. Das steht zwar nicht im Abkommen der entsprechenden UNO-Konferenz, aber es wäre ein effektiver Bonus.