Gut, es war vielleicht in Ansätzen ein bisschen unwahrscheinlich. Die Motivationsfähigkeit eines Musikstücks wie DJ Ötzis "Burger Dance" ist qua Libretto nicht so leicht auszumachen. Denn im Grunde erzählt der "Burger Dance" keine besonders aufbauende Geschichte, gut, man könnte ein Licht am Ende des Tunnels erkennen. Wenn man sehr großen Hunger hat. Oder Gusto auf Chicken Fingers. Denn eigentlich ist der "Burger Dance" nur eine Aufzählung von Fastfood-Lokalen. Deswegen hätte man schon stutzig werden können, als von einem Schmankerl aus Prinz Harrys Buch "Spare" berichtet wurde. Er und seine Herzogin hätten sich in den schwierigsten Stunden ihrer aktiven Royalzeit mit DJ Ötzis Partygemme mental wieder aufgerichtet. So stand es - angeblich - geschrieben: "Der ‚Burger Dance‘ gab uns die Kraft weiterzumachen und nicht aufzugeben. Gerade die emotionale Choreografie motivierte uns einmal mehr, aufzustehen und dem britischen Königshaus die Stirn zu bieten." Die tröstliche Choreografie erinnert übrigens ein wenig an den Ententanz, ausgebaut mit einem über dem Kopf geformten Arm-Haus.

Nun, das stimmte natürlich nicht, einige österreichische Zeitungen haben einen Internetwitz für bare Münze genommen. Derer gab es viele, alle möglichen erfundenen Harry-Buchzitate geistern durchs Netz. Es gilt halt immer noch die Regel: Was zu schön ist, um wahr zu sein, ist wahrscheinlich nicht wahr. Obwohl es auch irgendwie lustig ist, was man dem Prinzen mittlerweile alles zutraut.