Es war vielleicht das letzte Spiel, die letzte Niederlage im Gigantenduell mit Lionel Messi für Cristiano Ronaldo: 4:5 verlor eine Allstar-Auswahl von dessen neuem Klub Al-Nassr und seinem Rivalen Al-Hilal gegen den französischen Meister Paris St. Germain am Donnerstag. Zwei Tore gingen auf das Konto Ronaldos, der danach trotz der Niederlage frohlockte: "So glücklich, wieder auf dem Platz zu stehen." Schön sei es gewesen, alte Freunde zu treffen, schrieb er zu Bildern, von denen eines Ronaldo zeigt, wie er zur Begrüßung vor dem Anpfiff Arm in Arm mit Messi steht. Der Argentinier wiederum postete in einer Story auf Instagram eine Minisequenz, auf der er bei einer herzlichen gegenseitigen Umarmung mit Ronaldo zu sehen ist.

WZ Tamara Arthofer - © WZ

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Ende gut, alles gut also? Nun ja. Für die Medien war das 37. Duell zwischen Ronaldo und Messi ein gefundenes Fressen. "Spektakel garantiert für eine Gala", titelte PSG auf seiner Homepage. "Die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten", befand Frankreichs Sportblatt "L’Équipe". "Ronaldo, Messi drehen die Jahre beim Neun-Tore-Thriller zurück", schrieb der Sender Al Jazeera. Es begann mit einem Tor von Messi, es folgten zwei Treffer von Ronaldo, dazu ein verschossener Elfmeter von Neymar, ein verwandelter Elfmeter von Kylian Mbappé und noch einiges mehr. Nach einer Stunde wurde Ronaldo wie auch Messi und dessen Sturmpartner Neymar und Mbappé ausgewechselt.

Die knapp 70.000 Zuschauer bekamen aber auch nach einer kurzen Verschnaufpause mit zwei weiteren Toren ein paar weitere Highlights geboten. Sie werden kaum in die Fußballgeschichte eingehen. Viel eher reihen sie sie sich in die Geschichte ein, wonach die Show in gewissen Teilen des Mikrokosmos Fußball längst wichtiger als Siege geworden ist.