Man soll es eigentlich nicht verschreien. Aber die Vorzeichen stehen einfach nicht gut. Für Cardiff nämlich. Nicht nach Wien, nicht nach London, nicht nach Rom. Man kann nur sagen: Cardiffer, freut euch nicht zu früh.

Es ist nämlich so: Die Jacksons planen wieder einmal ein Gedenkkonzert. Die geben einfach nicht auf. Das ist an sich ein durchaus positiver Wesenszug. Aber Michael Jacksons Hinterbliebene sind in der Hinsicht, sagen wir einmal, eher glücklos. Wer erinnert sich nicht an das bombastische, welterschütternde Gedenkkonzert, das vor zwei Jahren vor dem Schloss Schönbrunn stattfinden hätte sollen? Unvergessen Jermaine Jacksons Auftritt vor der Weltpresse mit der Nachricht, dass er genau niemanden bisher gefunden habe, der da auftreten wolle. Aber jene mit den teuren Karten und dem Stehplatz circa auf der Johnstraße mögen sich keine Sorgen machen: Das wird schon noch. Es wurde nicht. Jermaine verzog sich beleidigt nach London, auch dort scheiterte das Tribute. Ein Jahr später wiederholte sich das Spiel in Rom, diesmal mit Bruder Marlon in der undankbaren Organisatorenrolle.

Jetzt hat Mutter Katherine die Chose in die Hand genommen. Damit da einmal etwas weitergeht. Es gibt auch immerhin schon Zusagen von Sängern. Der Familienfrieden dürfte aber Meldungen zufolge ein brüchiger sein. Jermaine ist wohl wieder beleidigt. Wie gesagt: Cardiffer, freut euch nicht zu früh.