Der Deutsche Martin Schmitt war einmal der beste Skispringer. Er war Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcupsieger, diese eindrucksvolle Karriere dürfte nun recht still zu Ende gegangen sein. Schmitt, 33 Jahre alt, verlor seinen Platz im Tournee- und Weltcup-Team der Deutschen gegen den um zehn Jahre jüngeren Andreas Wank. Schmitt will nicht aufhören, aber er muss wohl. Fußballer können, wenn es für ganz oben nicht mehr reicht, Liga für Liga hinunter steigen. Im Skispringen sind Kontinental- und Alpencup aber Ausbildungsstätten, und die Deutschen werden für Schmitt kein Talent aus diesen Bewerben herausnehmen. Auch Rainer Schönfelder im Slalom ist so ein Fall. Ein verdienter Athlet, der nicht aufhören will, weil er nach wie vor an sich glaubt. Doch auf einmal ist es aus. Sport mag zwar generell ein hartes Pflaster sein, aber diese Zwangspensionierungen im Skisport sind unmenschlich.